operncamp: hoffmanns erzählungen

Klein Zack, ein kleiner Zwerg und Sohn Hoffmanns, versteckt sich in einer Kiste, um sich vor den wertenden Blicken und den Hänseleien der Außenwelt zu schützten. Dabei sehnt er sich so sehr nach Akzeptanz und möchte sich auch einmal so richtig verlieben. Die Kinder, welche Mitleid mit dem Geschöpf haben, helfen ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Zusammen entdecken sie, dass Liebe und die Sehnsucht nach ihr, nicht grau und eindimensional sein muss, sondern, dass sie bunt wie die Welt selbst mit ihren Bewohnern ist, die so verschieden sein können wie Bilder in einem Kaleidoskop, dass dieser Reichtum unser Miteinander fröhlich, offen und lebenswert macht. 

In den Operncamps veranstaltet von den Salzburger Festspielen und den Wiener Philharmonikern vertiefen sich musikbegeisterte Kinder und Jugendliche von 9 bis 17 Jahren in die Welt der Oper und verbringen mit Künstler·innen und erfahrenen Pädagog·innen eine Woche in Schloss Arenberg. Sie befassen sich mit großen Opernstoffen und präsentieren unter Mitwirkung von Mitgliedern
der Wiener Philharmoniker ihre eigene Neuinterpretation in einer öffentlichen Abschlussaufführung.

musikalische leitung: christoph ehrenfellner regie und konzept: rahel thiel bühne und kostüm: judith philipp chorleitung: laura humphreys musikalisches arrangement: tscho teissing projektleitung: hanne muthspiel-payer piano: stephanie timoschek-gumpinger

aufführung am 11. august 2024 im mozarteum max schlereth saal, eine veranstaltung der salzburger festspiele und der wiener philharmoniker


fotos (c) marco borrelli 


die regisseurin rahel thiel hat sich eine reizende hoffmannvariation erdacht: Klein zack, der zwerg aus der oper, versteckt sich in einer kiste, weil er immer gehänselt wird. aber die kinder haben mitleid, suchen ihn in den selbst gebastelten kisten, wollen ihm musikalisch zuneigung schenken, spielen für ihn die frauenfiguren aus der oper, was den zack noch nicht aus der kiste lockt. also nehmen sie ihn direkt auf in ihre gemeinschaft, die keine unterschiede kennt.

egbert tholl, süddeutsche zeitung